INTERNATIONALE LIGA DER NATIONALEN GESELLSCHAFTEN FÜR KULTURGÜTERSCHUTZ

Die erste „Gesellschaft für Kulturgüterschutz“ wurde am 14. Mai, 1964, in der Schweiz gegründet, ein Unternehmen das vom Großen Generalstab gefördert wurde. Der Anlaß dazu war der zehnte Jahrestag der Ratifizierung von der Schweiz des Haager Abkommens. Ihre wichtigste Aufgabe bestand darin das Abkommen unter den Soldaten und unter den Zivilisten bekannt yu machen, wie auch sich zu vergewissern daß jeder Bürger die richtigen Maßnahmen trifft wenn es darum geht Kulturgüter zu beschützen. Der heutige Sitz der österreichischen Gesellschaft ist in FRIBOURG.
Am 27. November, 1980, wurde in Wien die „Österreichische Gesellschaft für Kulturgüterschutz“ gegründet. Ihr erster Vorsitzender war Brigaden-General Roman Schlauss , welcher im zweiten Weltkrieg als Pilot in der deutschen Armee gedient hatte. Als Unterleutnant hatte er in der sogenannten „Gotischen Linie“ gekämpft. Zwischen zwei Flügen hatte er, auf Befehl des Oberstleutnants Schlessinger, die berühmte Bibliothek der Abtei von Montecassino überführt. Die Überführung fand statt noch ehe die Abtei unter den Bomben der Engländer geraten war. Das Ziel der Gesellschaft war dasselbe: die entsprechende Verbreitung der Grundlagen des Haager Abkommens, mit seinen Veränderungen, unter den Militäristen und unter dem Zivilpersonal. Der Sitz der heutigen Gesellschaft ist Wien.
Die Gesellschaften in Ost- und Westdeutschland wurden mitte des achten Jahrzents des XX-ten Jahrhunderts gegründet. Nach dem Fall der Berliner Mauer wurden die beiden Gesellschaften zusammengeschloßen und so entstand am 22 Januar, 1993, die „Deutsche Gesellschaft für Kulturgüterschutz“. Die Art und Weise wie diese Gesellschaft agierte war sehr interessant; es wurden hier Militär- und Zivilpolitiken vereint, obwohl der Inhalt der Tätigkeit derselbe war: die Verbreitung der Grundlagen des Haager Abkommens (1954) mit seiner darauf folgenden Abänderungen. Der jetztige Sitz der deutschen Gesellschaft ist in BAMBERG.
Die „Italienische Gesellschaft für Kulturgüterschutz“ wurde am 18. April, 1996, im Ort Viterbo, gegründet. Die Ziele der italienischen Gesellschaft sind in zwei Richtungen orientiert: die Verbreitung unter den Militäristen und unter den Zivilisten der Grundlagen und Auffassungen des Haager Abkommens vom Mai, 1954 (ein Abkommen das von Italien am 7. Februar, 1958, notifiziert wurde) und die Unterstützung und promovierung jeglicher Bestrebungen Maßnahmen zum Schutz und zur Respektierung von nationalen Kulturgüter zu ergreifen, sowohl im Kriegszustand wie auch im Falle von Naturkatastrophen.
Dank der Bemühungen von Brigaden-General Gino Arcioni, Vorsitzender der schweizer Gesellschaft, und im Einvernehmen mit den österreichischen, den deutschen und den italienischen Gesellschaften, entstand in FRIBOURG, am 13. Mai 1997 (33 Jahre nach der „Geburt“ des Abkommens für Kulturgüterschutz), die Internationale Liga der nationalen Gesellschaften für Kulturgüterschutz.
Anläßlich des Symposiums der italienischen Gesellschaft, 3.-5. April 1998, in Civitavechia, hat die rumänische Gesellschaft, durch Frau Ribana Balan, den Antrag gestellt die Gesellschaft in die Liga aufzunehmen. Dies geschah durch den einstimmigen Beschluß der Vorsitzenden der gründenden Gesellschaften; somit wurde die rumänische Gesellschaft die erste überhaupt anfgenommene, nach der Gründung der Liga.
Es folgt 1999 die „Gesellschaft für Kulturgüterschutz“ in Spanien. Das Ziel dieser stimmt mit den anderer überein, ihr Sitz befindet sich in Madrid.
Die Liga hat zur Zeit Vertreter aus Frankreich und aus Portugal als Beobachter, wo ähnliche Gesellschaften jetzt entstehen.
Das Ziel der Liga ergeht aus der Enstehungs-Satzung: „Die Liga unterstützt die Bestrebungen und die Tätigkeiten nationaler Gesellschaften für Kulturgüterschutz, welche auf die Bestimmungen des Haager Abkommens vom 14. Mai, 1954, basieren und innerhalb der Grenzen der Bestimmungen des internationalen Rechts im Bezug auf den Schutz von Kulturgüter verlaufen; sie erkundet die wirksamsten Möglichkeiten zur Verwahrung und zur Verteidigung kultureller Güter und bietet den interessierten Behörden entsprechende Informationan an; sie fördert den internationalen Fluß von Erfahrungaustausch der Referenten; sie ist bestrebt eine Koordinierung der Tätigkeiten zum Schutz von Kulturgüter zu gewährleisten; sie hat enge Verbindungen zu internationalen Foren welche sich um die Erhaltung von Kultur kümmern (UNESCO, EUROPART u.a.) so wie mit den im Haager Abkommen vorgesehenen Behörden und unterstützt die nationalen Institutionen welche sich mit dem Schutz von Kulturgüter und der Verbreitung der Maßnahmen auf diesem Gebiet befassen.
Nach mehreren Runden von Verhandlungen, bei verschiedenen Treffen der derzeitigen Mitglieder der Zentralleitung der Liga (3. April, 2003 ANCONA, Italien; 15. Mai, 2003, ZUOZ, Schweiz; 5. Oktober, 2003, BAILE HERCULANE , Rumänien und 9. November, 2003, Wien, Österreich), haben die neuen Satzungen der Liga eine Form angenommen welche am 14. Mai, 2004, in FRIBOURG, von allen Vorsitzenden der nationalen Gesellschaften welche der Liga angehören, d.h. die Gesellschaften aus der SCHWEIZ, ÖSTERREICH, DEUTSCHLAND, ITALIEN, RUMÄNIEN und SPANIEN unterzeichnet. Dieses Ereigniß fand genau 50 Jahre nach der Annahme des Haager Abkommens statt, welches die Grundlage für die gesamte Tätigkeit der Liga bildet.
Sicherlich wird die Tätigkeit der Liga nicht einer internationalen Organisation, wie ONU oder NATO untergeordnet, auch nicht nationalen Regierungen und wird sich auch nicht mit deren Tätigkeit überschneiden. Die nationalen Gesellschaften bleiben vollends verantwortlich für das Treffen der geeignetesten Maßnahmen in Fragen des humanitären Rechts, in der Behandlung von Kriegsopfern wie auch im Schutz von Kulturgüter, allgemeine Aspekte welche im humanitären Recht inbegriffen sind.
Das will aber nicht heißen dass man nicht eine Zusammenarbeit verfolgt. Zur Zeit ist man bestrebt die Verantwortlichen der Liga künftig in die Vorbereitung von militärischen Eingriffen der NATO, UNO, UEO einzuschließen. Gleichzeitig ist die Liga bestrebt durch Verhandlungen mit der UNESCO den Status eines Beobachters zu erlangen. Zu Beginn ist es der Status operativer Beziehungen. Dieser Status sollte folgende Vorteile haben: Austausch von Unterlagen und Dokumenten; Einladen als Beobachter zu Sonderkongressen und Treffen der UNESCO; Einladen zu Versammlungen von NGOs; ein besseres Verständnis in der Durchführung von Projekten durch die nationalen Gesellschaften mit Unterstützung der UNESCO. Der Status operativer Beziehungen bleibt für höchstens vier Jahre gültig, binnen deren die Tätigkeit der Liga monitorisiert wird, am Ende entscheidet der Generaldirektor der UNESCO wie die Beziehung zwischen Liga und UNESCO weiter verlaufen soll.
Eine der ersten Activitäten der Liga war die durchführung, im Jahr 2003, des Vorschlags der ÖGKS zur Aussendung einer petition. Die war gerichtet an nationalen und internationalen staatlichen Institutionen und war bestimmt zur Vorbeugung des angriff auf Irak. Dieser war gesehen als gefahr für viele wichtige Kulturgütern.
Normal, aber nich natürlich, diese petition war nicht für wichtig genomen, und die folgen sind sehr gut bekannt auf der ganzen Welt.
Das Erweitern der Liga wurde auch nicht ausser Sicht gelassen. Zur Zeit steht die Liga im Kontakt mit Experten aus Frankreich, Portugal, Holland und Jugoslavien; diese sollten nationale Gesellschaften für für Kulturgüterschutz gründen, welche sich dann der Liga anschließen würden.
Jeder Vorsitzende einer nationalen Gesellschaft ist sich der Lage in seinem Lande bewußt und hat seine eigene Empfindlichkeit im Bezug zu diesen Fragen. Folglich wird er aus eigenen Stücken jene Maßnahmen ergreifen welche die Tätigkeiten die den Satzungen entspringen zu verbessern vermögen. Wenn er es für notwendig hält wird er auch auf dem Gebiete der Verbreitung eingreifen, wird Kurse für die Armee organisieren, wird Strafhandlungen, gemäß des Militär-Codex, erzwingen oder wird Maßnahmen im Geiste des Haager Abkommens anwenden.
Auf dem Gebiet der Verbreitung gedenkt man eine Broschüre heraus zu geben welche sowohl das Abkommen von den Haag wie auch die beiden, zusätzlichen Protokolle enthalten soll, in allen Umgangssprachen, mit einer einheitlichen, symbolischen Zeichnung. Es soll eine Massenauflage sein (über 500.000 Exemplare in jedem Mitgliedsland der Liga).
Der Start zu dieser Aktion steht der rumänischen Gesellschaft zu.
Was die Liga anbelangt muß hervorgehoben werden dass diese in jedem Land gemäß der nationalen Gesetzgebung im entsprechenden Land handelt, so wie auch unter Einhalten der internationalen Regelungen was den Schutz der Kulturgüter betrifft.